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Hits: 69814 | 25.03.2009, 02:37 #1Registriert
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Berlin: anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Die Deutsche Welle sendete am 23.3.2009 (und danach in Wiederholungen bis 24.3.)
"Krank und ohne Papiere",
einen Beitrag von Jana Paraigis. (unter der Rubrik "Gesundheit", nicht etwa unter "Herumpfuschen an verfehlter Immigrationspolitik")
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4109214,00.html
Das Land Berlin möchte den „anonymen Krankenschein“ für Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis einführen, erstmals in Deutschland.
Eine pseudonymisierte Westafrikanerin Fatima Addo beklagt sich. Aus Angst, abgeschoben zu werden, nennt sie ihren richtigen Namen nicht. Sie will gern zum Arzt gehen, fürchtet aber, abgeschoben zu werden. Sie lebt seit Jahren illegal in Berlin.
Wie finanziert sich die sympathische „hübsche junge Frau mit den kurzen lockigen Haaren“, die ja unser aller Mitleid und Unterstützung verdient, eigentlich? Von Ersparnissen, Spenden oder vom Verkauf gebrauchter Handys von Bekannten? Beim Vermieter brauchte sie ja auch keine Bankverbindung für die Miete angeben, bei Kontoeröffnung keinen Pass? Wohin werden ihr die Einkünfte überwiesen?
Unabhängig vom Inhalt: Was ist das eigentlich für ein Journalismus-Stil? Eine Person wird mit Vornamen und Nachnamen explizit genannt, kurz darauf wird aber erklärt, dass das aber gar nicht ihr richtiger Name ist! Warum sagt man dann nicht einfach z.B. „eine ungenannt sein wollende Person“? Ist das noch Journalismus oder schon Agitation oder Propaganda?
Sollen hier Emotionen geschürt werden, oder will man sachlich korrekt informieren?
„Bisher können sich Menschen wie Fatima Addo, wenn sie schwanger sind, eine Lungenentzündung oder Gelenkprobleme haben, nicht einfach untersuchen lassen.“
Im weiteren Text widerspricht sich die Journalistin selbst: sie können sehr wohl, müssen aber damit rechnen, dass ihr Verhalten dann eben an´s Licht kommt.
Sie könnte aber abgeschoben werden. Dann hat sie entweder keinen glaubhaften Grund, als Flüchtling anerkannt zu werden, oder das Asylverfahren müsste verbessert werden.
So aber wird eine Grauzone zementiert.
Auch Migranten ohne Papiere wollen im Krankheitsfall behandelt werden, aber in Deutschland herrscht ja die böse, böse, diskriminierende, hinterhältige Übermittlungspflicht: das Sozialamt zahlt zwar eine Krankenbehandlung, dann werden auch Daten an Ausländerbehörde übermittelt. Entsetzlich! Ich bin jetzt aber echt betroffen...
Der Staatssekretär für Gesundheit der Berliner Linkspartei, Benjamin-Immanuel Hoff, beklagt, dass deswegen Krankheiten verschleppt und erst im letzten Moment behandelt werden, was nicht nur die Krankheit verschlimmert, sondern dann auch höhere Behandlungskosten bedeutet.
Er prüft derzeit mit einer Arbeitsgruppe die Einführung eines anonymen Krankenscheines, zumindest für akute medizinische Notfälle.
Geschätzte Kosten 5 Millionen Euro pro Jahr, da in Berlin leben ca. 100.000 Menschen „ohne Papiere“ leben.
In Italien und Spanien gebe es seit ca. 10 Jahren ähnliche Verfahren, laut Burkhard Bartholome vom Berliner „Büro für medizinische Flüchtlingshilfe.“
Er hofft, dass sich der Krankenschein auch in Berlin politisch durchsetzen lässt und bereits nächstes Jahr eingeführt wird. So könne das Modell auch in anderen Bundesländern salonfähig gemacht werden. Für die Illegalisierten wäre es jedenfalls eine grosse Erleichterung...
Wieder Journalismus: nicht die Person verhält sich illegal, sondern der böse Gesetzgeber, die böse Mehrheitsgesellschaft, die sie hinterhältiger- und gemeinerweise in die Illegalität treibt.
Und die Emotionalisierung und das Drücken auf die Tränendrüse: schwanger
oder Lungenentzündung...
Natürlich möchte wohl keiner von uns ohne Krankenversicherung krank werden. Das Problem liegt aber auf der Ebene der Anerkennung als Flüchtling, z.B. als politisch oder religiös verfolgt. Wenn man wirklich gründlich helfen wollte, müsste man das Anerkennungsverfahren für Flüchtlinge verbessern.
„Berlin ist arm, aber sexy“ .. und „dhimmy“ wenn man dieses Wort kleingeschrieben und internationalisiert als Adjektiv benutzen mag.
Aber es soll ja nicht bei Berlin bleiben...
Das Erfolgsmodell Berlin bereichert...
Die Deutsche Welle hat noch einige andere Beiträge zum Thema, ein Beispiel:
http://www.dw-world.de/dw/episode/0,,3957865,00.html
Da will die Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher will den Betroffenen mit dem geplanten anonymen Krankenschein helfen. Gleichzeitig versucht das Land Berlin, die Meldepflicht zu verändern...
Sie will helfen, die Liebe, die Gute, die Selbstlose. Sicher gibt sie was von ihren kargen Einkünften ab.
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25.03.2009, 04:01 #2
AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Das ist lächerlich! Wozu haben wir Gesetze gegen illegale Einwanderung?
Ich möchte eine Studie zu dem Thema zitieren mit der ich mich gestern beschäftigt habe, und wo ein sehr guter Satz gesagt wird über die Tolerierung illegaler Zuwanderer:
„Dieses Land ist ein Rechtsstaat. Wenn wir einfach zusehen, wie Ausländer unsere Grenzen verletzen und illegal einwandern, verspotten wir den Rechtsstaat und tragen dazu bei, den allgemeinen Schwund von Respekt vor dem Gesetz zu beschleunigen“
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25.03.2009, 07:15 #3Registriert
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AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
News Update:
http://de.altermedia.info/general/ne...209_23608.html
Hier gibt es eine recht interessante Diskussion. Ich kann zwar nicht alle Kommentare gutheissen, aber 10, 26 und 43 (der an „Freibeuter“ gerichtete Teil) haben schon etwas für sich; eigenen Pass wegschmeissen und dann Asyl beantragen....
http://www.berlin.de/buergeraktiv/ga...p?i=182&page=2
Dort nach „Krankenschein“ suchen...
PI hatte im Februar auch etwas, ich konnte es bloss auf meinem Gerät nicht laden, daher ohne Gewähr:
http://www.pi-news.net/2009/02/berli...er-verbessern/
Was sagt uns die Verbreitung durch die Deutsche Welle?
1. Die Inhalte wurden akzeptiert.
2. Die Linkspartei ist hoffähig geworden.
3. Die Nebeldeutsch-Formulierung „die Illegalisierten“ ist akzeptiert worden.
Vielen Dank an den Tipgeber!
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25.03.2009, 07:44 #4
AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Weiterhin Streit im ital. Parlament wegen der Gesundeitsversorgung von Illegalen Einwanderern
http://dolomitengeisteu-dolomitengei...ersorgung.htmlSi vis pacem, para bellum
(„Wenn Du Frieden willst, sei für Krieg gerüstet.“) Busch
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25.03.2009, 10:32 #5
AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Da sollte man mit einer generellen Zahlungsweigerung der Beiträge drohen. Wenn alle Versicherten einen Monat nicht zahlen würden, dann müßten diese Hirnis wachwerden. Aber wer soll das durchorganisieren? Wir müssen kräftiger werden.
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25.03.2009, 11:50 #6Registriert
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AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Einfacheste Lösung:Alle Asylanten werden gleich beim Grenzübertritt eingebürgert und erhalten alle Rechte (die Pflichten behalten natürlich nur die "richtigen" Deutschen).So braucht keiner mehr Angst haben,abgeschoben zu werden und dieses Land (respektive System) geht endlich unter.
Deutschland 2009 =
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25.03.2009, 16:19 #7
AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Man könnte aber auch die medizinische Versorgung deutscher Rentner einstellen. Die kosten das Gesundheitssystem auch eine Menge Geld. Wenn die Rentner dann an ihrer Krankheit sterben spart der Staat zudem Rentenzahlungen.
Dieses ganze Geld könnte man dann für die medizinische Versorgung illegaler Einwanderer verwenden.
Da das hier das GP-Forum ist brauche ich glaube ich nicht extra zu erwähnen dass dieser Vorschlag sarkastisch gemeint ist.
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25.03.2009, 17:32 #8Registriert
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AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Wieso sarkastisch? Man gebe in der Suchmaschine seines Vertrauens die Worte
Missfelder Hüftgelenk Rentner
ein.
Diese Aussagen haben es sogar bis in die Wikipedia geschafft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Mi%C3%9Ffelder
Ach, und war da nicht noch etwas wie "Rente mit 70 kein Tabu" oder "sozialverträgliches Ableben"?
Die Gutmenschen und Wohltäter der Bereicherung für, nicht von Deutschland müssen ja irgendein Konzept zur Gegenfinanzierung präsentieren.
Vielleicht sollte man zur politisch korrekten Sprachregelung kommen, dass es eine
Bereicherung von Deutschland
ist.
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AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
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25.03.2009, 22:00 #10
AW: Berlin:anonymer Krankenschein für 100.000 Illegale geplant
Si vis pacem, para bellum
(„Wenn Du Frieden willst, sei für Krieg gerüstet.“) Busch
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