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    Wenn Allah nur ein alter, eifersüchtiger Mann ist

    NÜRNBERG - 101.000 muslimische Schülerinnen und Schüler gibt es allein in Bayern. Islamischen Religionsunterricht erhielten sie bis vor kurzem nur von aus der Türkei entsandten Lehrern oder von privaten Moscheevereinen. Der deutsche Muslim Harun Harry Behr hat dazu beigetragen, dass sich dies ändert. In Erlangen, Nürnberg und Fürth gibt es seit 2007 in einem Modellprojekt deutschsprachigen Islamunterricht an mehreren Schulen. Ab dem Schuljahr 2009/10 wird der Unterricht deutlich ausgeweitet. NZ-Redakteurin Stephanie Rupp sprach mit Professor Harry Harun Behr für Islamische Religionslehre an der Universität Erlangen-Nürnberg.

    NZ: Wie gut kennen eigentlich muslimische Schülerinnen und Schüler in Deutschland ihre Religion?

    Behr: Das ist sehr unterschiedlich. Die Mehrzahl der unterrichteten Schülerinnen und Schüler sind türkischer Herkunft. Sie verstehen den Islam oft als Bestandteil türkischer Kultur, und so ist das Religionsverständnis auch von nationalen Mustern geprägt. Mit der Religion passiert, was bei Migranten – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit – immer passiert: Sie versteifen und vereinfachen ihre Religion. Die meisten Kinder kennen ihre Religion im Sinne einer Theologie gar nicht. Da ist viel Aufklärung erforderlich. Es gibt natürlich auch diejenigen Schüler, die Unterricht in einer Moschee haben und schon etwas mehr wissen, aber das ist nicht immer zu ihrem Besten.

    NZ: Gibt es Beispiele für Glaubensinhalte, von denen die Kinder völlig falsche Vorstellungen hatten?

    Behr: Am weitesten verbreitet ist ein falsches Gottesbild. Bei türkischstämmigen Jugendlichen beispielsweise steht der strafende Gott im Vordergrund, der nur selten Sünden verzeiht. Ein Schüler aus Dinslaken hat zum Beispiel einmal gesagt, für ihn sei Allah ein eifersüchtiger, alter Mann. Eine derartige Vorstellung ist nicht mit dem Gottesbild im Islam vereinbar. Auch beim Menschenbild ist noch sehr viel Aufklärung erforderlich. So ist die Mehrzahl der türkischen Schüler davon überzeugt, dass Christen nicht ins Paradies kommen. Das aber widerspricht dem Koran. Die Theologie sagt, es kommt auf den Glauben und die Handlungen an und nicht auf die Religionszugehörigkeit.

    NZ: Sie haben seit 2005 an dem ersten in Deutschland erschienenen Islamlehrbuch «Saphir« für die fünfte und sechste Klasse gearbeitet. Es ist 2008 im Kösel-Verlag erschienen. Wie muss ein gutes Lehrbuch für Islamunterricht in Deutschland aussehen?

    Behr: Zunächst muss es natürlich die Vorgaben der gültigen Lehrpläne erfüllen, die wir gemeinsam mit dem Kultusministerium erarbeitet haben. Vor allem aber soll das Lehrbuch die Schüler neugierig machen und ihre falschen Vorstellungen korrigieren. Zu diesem Zweck setzen wir auch Texte, Bildimpulse und Fragestellungen ein, die aus dem normalen Wahrnehmungsrahmen herausfallen oder die man so nicht erwartet hätte. Ein Lehrbuch darf auch mal provozieren. So findet sich etwa die Unterscheidung zwischen dem historischen und dem theologischen Mohammed.

    NZ: Das werden konservativere Muslime aber nicht so gerne sehen.

    Behr: Natürlich nicht. Aber die Lehrpläne sehen vor, dass der Unterricht den Schülern dabei hilft, eine Befähigung zum Glauben zu treffen und dass er auch die Glaubensinhalte darstellt. Er soll die Lehre schmackhaft machen. Aber wir dürfen im islamischen Religionsunterricht nicht predigen, sondern sollen aufklären.

    NZ: Spielt auch das Christentum eine Rolle im Islamunterricht?

    Behr: Ja, natürlich. Das Christentum wird laut Lehrplan nicht nur aus islamischer Sicht, sonder auch aus christlicher Binnenperspektive dargestellt.

    NZ: Inwiefern kann islamischer Religionsunterricht auf deutsch dazu beitragen, dass aus Kindern später keine fanatischen Muslime werden?

    Behr: Generell sind zwei Unterrichtsstunden pro Woche natürlich wenig. Der Unterricht soll zur Glaubensentscheidung befähigen. Und die Grundlage dafür ist die Befähigung zum kritischen Urteil. Diese Schulung zur kritischen Urteilsfähigkeit ist gleichzeitig die Voraussetzung dafür, dem entgegenzuwirken, dass sich die Schüler später von einem islamistischen Weltbild anziehen lassen. Im nächsten Band des Lehrbuchs für die siebte und achte Klasse, das gerade in Vorbereitung ist, wird dies konkret einfließen. Da gerät ein Jugendlicher in ein radikales Milieu. Durch die Auseinandersetzung damit kann man versuchen, Schüler dagegen zu immunisieren, dass sie den Verführungen der Rattenfänger ins Netz gehen.

    NZ: Wie sind die bisherigen Erfahrungen in Bayern mit dem Islam-Unterricht und mit dem Lehrbuch?

    Behr: Die Erfahrungen mit beidem sind sehr gut. Ich will hier kein Selbstlob üben, sondern berufe mich auf die Aussagen des bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung. Was ich sehe, ist, dass die Schüler das Buch mögen, sie halten sich daran geradezu fest. Interessant ist allerdings, dass die meisten Bestellungen für das Lehrbuch aus dem außerschulischen Bereich kommen.
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  2. #2
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    AW: Wenn Allah nur ein alter, eifersüchtiger Mann ist

    Nun , wo hat der Herr Professor eigentlich den Islam studiert? erhebt sich da als erste Frage.
    Die zweite Frage betrifft die Festellung - welchen Koran hat der Herr Professor - ich hoffe nur, er hat die richtige und allein gültige - sonst hat er vielleicht was falsch verstanden ???

    Und insgesamt ehebt der Artikel die Frage:
    Was davon (von den Aussagen des Hr.Professors ) ist Lüge?
    Da Lüge ein durch den Propheten Mohammad sanktioniertes Verfahren ist, wenn es dem Islam nützt --- und da der Herr Professor ja den Islam studiert hat und sicher überzeugter Anhänger des Allahs ist wird Ihm die Aussage nicht fremd sein -- und der Unterricht an deutschen Schulen doch wohl sicher dem Islam nützt -- wo also lügt der Mann?

    Solange der Herr Professor nicht zu solchen Fragen mal ehrlich (also ohne Lüge) Antwort gibt -- bitte mit Beispielen des korrekten Korans und dessen Auslegung - solange ist sowas nur Gewäsch, das vom eigentlichen ablenken soll -

    und das eigentliche ist : Islamisierung der Deutschen bis die Sharia da ist - und dann Gnade uns Allah

    NEIN DANKE !!! zu solchen Schulpolitikern und zugereisten Professoren -
    schickt die bloss nach Hause .... in den Islam.

    meint Graf Koks
    Alle Menschen, die weder Muslime noch Dhimmi sind, werden dagegen als Harbī („dem Kriege zugehörig“) bezeichnet - [B][U]NA DENN AUF IN DEN KAMPF[/U][/B]

  3. #3
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    AW: Wenn Allah nur ein alter, eifersüchtiger Mann ist

    Ich habe mir heute dieses "Lehrbuch" kommen lassen und werde es dieser Tage durcharbeiten und Euch dann von meinen Erkenntnissen berichten!

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