21. Juli 2019

Berlins Verbrecher bekommen Tablets für 1,3 Mio. Euro

Wer jetzt annimmt, hier würden die Abgeordneten neu ausgerüstet, irrt!

Berlins grüner Justizsenator Dirk Behrendt, der uns erst im April durch die geniale Idee, mehr Verbrecher früher aus der Haft zu entlassen auffiel, hat schon wieder probiert zu denken und noch einen großen Wurf gelandet. Er lässt 1,3 Millionen Euro Steuergeld springen, um Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Heidering mit Tablets zu erfreuen. Ein Tablet zu bekommen fällt im Rahmen des grünen Denkvermögens unter „Resozialisierung“.35 Verbrecher des Berliner Männergefängnisses können sich so nun zum Beispiel weiterbilden und „Wer wird Millionär“ schauen, Emails schreiben und was die meisten ganz bestimmt auch sofort machen werden, eine Sprache lernen.

6 Kommentare

  1. Das ist doch jetzt mal konsequent. Dann können sie vom Knast aus ihren Geschäften gut nachkommen und in Kontakt mit ihren Kreisen bleiben und Anweisungen erteilen. Was in Italien nicht denkbar ist, ist in Berlin möglich. Es tut mir leid, wenn ich das sagen muss, aber Berlin ist ein richtiger Saustall, politisch gesehen.

  2. Drei Leserbriefe zum verlinkten Artikel:

    #0 Jubelkieler
    10:15 Uhr 14.06.2018
    Fürsorge ist wesentlicher bestandteil einer humanistischen gesellschaft.

    Was auch sehr wichtig ist, ist sich Sorge um den Hormonhaushalt der Gefangenen zu machen. Insoweit müssen Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige in den Gefängnissen eingerichtet werden bzw. eigens gesicherte Bordelle für die Knackies errichtet werden. Ich würde die Schaffung einer Sonderkommission vorschlagen, die sich ausschließlich mit derartigen Wohlfühlangelegenheiten für einsitzende Straftäter beschäftigt.
    #1 Disagio
    11:36 Uhr 14.06.2018
    Windows 10?

    Aus einer anderen Quelle wird ersichtlich, dass es sich um Tablets mit Win10 OS handelt. Wären performante Linux Systeme nicht wesentlich besser für diesen Zweck geeignet? Ich warte nur auf die Meldung „Findige Insassen überlisten sicheres Gefängnis Wlan“
    #2 DiplomSoßenbinder
    12:03 Uhr 14.06.2018
    Verbrechen lohnt sich

    Während das Bildungsministerium meint, Kinder aus finanziell bedürftigen Familien sollen ihre Schultablets aus der 1,50€ Bildungspauschale des Regelsatzes finanzieren, bekommt der Bodensatz der Gesellschaft diese gratis. Es ist nur noch beschämend!

  3. Mir hat es besonders der letzte Kommentar angetan. Die Kinder aus bedürftigen Familien sollen ihre Schultablets (und die sind in diesem Bundesland, das an Narren so reich ist, bestimmt Pflicht) aus der Bildungspauschale von 1,50 Euro pro Monat bestreiten. Habe ich doch mal nachgerechnet, natürlich unter der Voraussetzung, das ansonsten mit Bildung nicht viel los ist und die gesamte Bildungspauschale in den Tabletkauf fließt:

    Tablet, keine besondere Marke, Samsung im Angebot ohne LTE, also rd. 200,– Euro (vielleicht auch ein paar unbedeutende Zehner mehr, was juckts schon):

    200,– Euro / 1,50 Euro = 133,33 Monate, also in Jahren 11,11 Jahre.

  4. „Resozialisierung“ kommt alphabetisch vor Schulung.
    Man muß eben seine Prioritäten setzen. Oder anders ausgedrückt: Erst in der Beschränkung findet der Beschränkte seine Erfüllung.

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