• Medien treiben Frau in den Tod

    Wenn es um eine Story geht, sind Journalisten bekanntermaßen nicht kleinlich und zurückhaltend. Da wird kräftig gelogen und so mancher Zeitgenosse der in den Fokus von Bild und co. gerät, hat oft noch jahrelang damit zu tun seinen guten Ruf wieder herzustellen. Als vor ein paar Tagen Kate Middleton, die Frau des britischen Thronerbens William, aufgrund von Schwangerschaftsübelkeit ins Krankenhaus kam, riefen Mitarbeiter eines australischen Radiosenders im Krankenhaus an und gaben sich als Prinz Charles und Queen Elizabeth aus um Auskunft über den Gesundheitszustand zu bekommen. Bereitwillig, weil gutgläubig, gab die Krankenschwester Informationen preis. Nachdem die Aktion weltweit als gelungen für Heiterkeitsausbrüche gesorgt hatte, nahm sich die Krankenschwester das Leben. Obwohl ein Selbstmord nach wie vor nicht bestätigt wurde, ist davon auszugehen, dass die Krankenschwester den Freitod wählte. Natürlich gibt sich der Sender nun tief bestürzt aber mehr als Krokodilstränen werden es nicht sein, die man nun öffentlichkeitswirksam vergießt. Wer Journalist werden will, der darf eben kein Mitgefühl für andere haben, der muss um der Story wegen eben auch über Leichen gehen.
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